Freitag, 19. Juni 2009Nachsitzen mit Uwe Wöllner
Liebe Ulmen-Fans!
Ihr habt die Möglichkeit, dass Uwe Wöllner euch in der Schule besucht! Wir suchen noch Leistungs- oder Grundkurse Deutsch, die Lust haben, mit Uwe über sein neues Buch zu diskutieren. Natürlich hat Uwe ein Kamerateam dabei und die Bilder werden auf ulmen.tv, Youtube und anderen Internet-Plattformen zu sehen sein. Die Voraussetzung ist, dass die Schule in Berlin ist und die Schüler in der Klasse über 18 Jahre alt sind. Und euer Lehrer muss natürlich auch Lust dazu haben! Gedreht werden soll in der Zeit vom 30.06. - 04.07., an ein oder zwei Tagen für jeweils eine Stunde. Entweder Uwe kommt in der regulären Schulzeit oder wir verschieben es auf den Nachmittag, sozusagen zum "Nachsitzen mit Uwe Wöllner" Bewerbt euch jetzt bis spätestens 24.06. bei: nachsitzen@ulmen.tv Mittwoch, 15. April 2009Neu auf DVD: „Best Of Ulmen.TV“ – von Christian Ulmen.
Direkt aus dem Internet auf DVD
Im letzten Jahr erweckte Christian Ulmen seine Erfolgsfiguren aus „Mein neuer Freund“ wieder zum Leben. Alexander von Eich, Knut Hansen, Maurice Horstmann und Uwe Wöllner bekamen ihr eigenes Doku-Soap-Format und verwickelten einmal mehr Ahnungslose in ihre absurde Abenteuer. Das Besondere: Die einzelnen Clips wurden nicht für das Fernsehen, sondern direkt für die Fangemeinde im Internet produziert und feierten auf der Website www.ulmen.tv Premiere. Nun erscheinen die skurrilen Filme erstmalig gesammelt und neu geschnitten als 3er-DVD-Box. Erweitert durch exklusives Bonusmaterial, wie nie gezeigte Szenen und Audiokommentare von Christian Ulmen. Die „Best of Ulmen.TV“-Box erscheint am 15. Mai 2009 unter dem Label BRAINPOOL Home Entertainment in Kooperation mit der Sony Music Spassgesellschaft! Christian Ulmen entlässt Alexander von Eich, Knut Hansen, Maurice Horstmann und Uwe Wöllner aus der Hölle des Privaten und schickt sie auf Erkundungstour in die Randbereiche des öffentlichen Lebens. Raus aus den vier Wänden der Annikas, Bibis und Franziskas weitet sich die Kampfzone der Nervensägen auf bekannte Kleinformen der aktuellen Fernsehlandschaft aus. Die neuen Freunde gehen zum medialen Frontalangriff über und haben nun statt versteckter Kameras, rund um die Uhr ein mobiles Filmteam zur Seite. Kein Jobcenter, kein Seniorentreff, kein Schrebergarten ist sicher, wenn Ulmens „provozierende Strohmänner“ die Abgründe des Reality TV ausloten. Mit gewohnter Beharrlichkeit und Schamlosigkeit treibt Christian Ulmen das fragwürdige Sendungsbewusstsein moderner Fernsehformate auf die Spitze und testet die Grenzen bürgerlicher Autoritätshörigkeit.So tritt in „Alexander von Eich hilft!“ ein Adeliger seinen missionarische Kampf gegen „die Krankheit Armut“ im Namen einer Hartz IV Familie an. Während in „Uwe Wöllner startet durch“ ein Sozialphobiker mit Hilfe der Coachingmaßnahmen eines skrupellosen Fernsehredakteurs zurück ins Leben findet. In „Maurice Zwo Drei“ steigt ein verpeilter Kiffer vom Tonangler zum Moderator einer Jugendsendung auf und erklärt „den Kids“ seine höchst eigene Sicht der Dinge. Derweil verarbeitet ein unter Selbstüberschätzung leidender Kleinunterhalter aus Hamburg im Videotagebuch „Knut Hansen-Comeback in Bayern“ seinen Versuch, eine Fangemeinde in Süddeutschland aufzubauen. Neben den Filmen gibt es jede Menge Bonusmaterial: „The Aftermath“ - Interviews mit Berufberater Ralf Leps, Männerberater Peter Thiel und Imagecoach Anne Kräuchi, „Behind the scenes“ - Interviews mit Christian Ulmen und dem ulmen.tv-Team, Outtakes, Deleted Scenes und Audiokommentare von Christan Ulmen. Technische Daten: 3 x DVD 9, Bild: 4:3, Sound: Stereo, Regionalcode: 2, FSK: ab 16, Laufzeit: circa 600 Min Mittwoch, 18. März 2009"Mission Weltstar" geht in die heiße Phase!
Knut ruft zu seinem Privatkonzert am 30.3.2009 auf!
Bewerbt Euch jetzt per persönlicher Nachricht in seiner Gruppe auf http://www.meinvz.net und seid Konzertveranstalter. Bekanntermaßen ist Knut Hansen ein Superstar und stellt deswegen folgende Ansprüche: - Könnt Ihr eine originelle Location (Wohnzimmer, Garage, Tropfsteinhöhle) bieten? - Welche Stadt darf sich mit Knuts Performance schmücken? - Wie viele Leute werden kommen? - Gibt es Bohnen? Hört Euch Knuts Konzertaufruf an! "Mission Weltstar" geht in die heiße Phase!
Knut ruft zu seinem Privatkonzert am 30.3.2009 auf!
Bewerbt Euch jetzt per persönlicher Nachricht in seiner Gruppe auf http://www.meinvz.net und seid Konzertveranstalter. Bekanntermaßen ist Knut Hansen ein Superstar und stellt deswegen folgende Ansprüche: - Könnt Ihr eine originelle Location (Wohnzimmer, Garage, Tropfsteinhöhle) bieten? - Welche Stadt darf sich mit Knuts Performance schmücken? - Wie viele Leute werden kommen? - Gibt es Bohnen? Hört Euch Knuts Konzertaufruf an! Mittwoch, 17. Dezember 2008Politically Incorrect
Liebe Maden von "Politically Incorrect",
wenn das Volk spricht, kommt's mir vor als ob ein Haufen Maden einen bordeauxer Käse frisst; nun; Maden sind überlebensfähig, und gern behaupten sie von sich, das "Volk" zu sein. Was aber ist das Volk? Die Tumben? Die Papageienhaften? Oft scheint es so. Vor einigen Wochen machten Ausschnitte meiner Begegnung mit der bildhübschen Osmanin Evrim Baba die Runde - zweifelsohne ein Gespräch, in dem die wunderzarte Politikerin mir haushoch unterlegen war. Jedoch verabschiedeten wir uns mit Herzlichkeit und dem Gefühl, einander weitergebracht zu haben. Nicht, dass ich jemals in meinem Freundeskreis einen Kommunistin, noch dazu aus einem höchst seltsamen Kulturkreis wohlgeheißen habe. Auf Liebe und Wetter ist kein Verlass. Jedoch entwickelte ich eine gewisse Neigung, ich möchte auch einräumen: Ein Stück Respekt für die Irrende. Nun aber extrahierte mir eine Angestellte einige madenhafte Kommentare aus dem Internetz, in der einige schlichte Gesellen den Besuch der Osmanin kommentierten. "Ekelhaft diese Frau", jaulte einer. Ekelhaft? Ich erinnere mich nicht an Ekel vor dieser glutäugigen Dame, einer gewissen Abscheu, ja, aber Ekel? Ein weitere Knecht schreibt: "Verlogene SED-Türkin-Tussi! Raus!". Das Faß vom Überquellen bringt ein Kommentator namens "Papa", der meinen Gast mit einem Schmähwort besieht, dass ich mit aller Überzeugung verabscheue: Er nennt sie eine "Schlampe". Hiermit, Nutzer dieses obskuren Internet-Portals namens "P.I.", untersage ich es Ihnen in der gebotenen Form, meine Diskussionssendungen in Zukunft zu verfolgen. Denn leider, Maden von P.I., verfügen Sie nicht über die geistige Reife, die es verlangt, sich an echten Streitgesprächen zu beteiligen. Unterlassen Sie daher die Meinungsäußerung bitte gänzlich. Frau Baba jedenfalls - bei aller tiefen Ablehnung, verstand es, mit dem Florett zu fechten, sicher auch mit dem Säbel. Ihnen, "P.I.", bleibt nur die Mistgabel. Sie sind ganz erbärmliche Stinkmaden! Mit Grüßen an Frau Baba, Alexander von Eich Freitag, 12. Dezember 2008Neu auf ulmen.tv: Gestatten, Maurice
Hundert Tage nach dem Start unseres Projektes ulmen.tv gesellt sich ein neuer Charakter zu Knut, Uwe und von Eich: Maurice.
Maurice ist ein verpeilter Rastaman Ende 20, der mit seinem alten Wohnmobil durch die Gegend tourt. Als Sohn eingeschworener Alt-Hippies, lebt er nach dem Motto „Jeden Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund“. Die meiste Zeit denkt Maurice über sein Leben im Speziellen und das Universum im Allgemeinen nach. Bei seinen Gedankenexperimenten und wirren Weltverschwörungstheorien kommt er gerne vom Hundertsten ins Tausendste. Durch sein großes Mitteilungsbedürfnis und die uneingeschränkte Liebe zu anderen Menschen, möchte er alle an seinen großartigen Erkenntnissen teilhaben lassen. Über einen Job als Fernsehtechniker kommt er schließlich endlich ins Licht der Öffentlichkeit: Maurice wird Moderator einer TV-Wissensshow für Kinder, die von nun an „Maurice Zwo Drei“ heißt. Maurice's grüne Welt Mittwoch, 10. Dezember 2008Strassenkampf
Alle sind, jeder auf seine Art, gegen mich! Der Programmchef hat angedeutet, dass er - O-Ton- UWE EINSTAMPFT - UNGESEHEN! Joy, die alte Schlampe (- siehe Waschanlage) will nochmal 8000 Steine von mir! Weil ich angeblich versprochen habe, sie GROSS rauszubringen. Nun habe sie gehört, dass die Doku nie auf Sendung geht. Falls ich nicht zahle will sie behaupten, ich hätte sie sexuell genötigt! Schöne Scheisse. Die Kameraleute haben offenbar auch keinen Bock mehr auf mich - sie meutern!!! LÄCHERLICH - ich reagiere eiskalt! Und Uwe gibt uns den Rest. Unser Fahrer hat sich angeboten Uwe zu vermöbeln, nachts, maskiert. Es gibt Tage, da lieben sie Uwe - dann wiederum hoffen wir, dass er überfahren wird, wenn er vor den Kameras über die Strasse läuft. Wär natürlich echt MEGAN - habe aber solche Hoffnungen aufgegeben.
Die Hälfte von Mutters Erbe (Pfandbriefe) is weg, um das Team, die Kameras, das Catering sowie Uwes und meine Miete zu bezahlen. Tränen, als ich die Geldscheine in den Händen hatte. Musste dran denken, wie meine Mutter sagte: BITTE MACH WAS ANSTÄNDIGES DRAUS. Habe den Tonmann in den Puff bei mir um die Ecke eingeladen. Als Entschädigung dafür, dass ich Uwe erlaubt habe, ihn eine halbe Stunde AUSZUSACKEN - Uwes neues Lieblingsspiel. Die Szene wurde gefilmt - HAMMERARTIG! Die DV-Kassetten liegen bei mir in der Schublade. Mal sehen, ob sich nicht jemand für sowas interessiert - oder ich knall das Zeugs einfach ins Netz. Langsam an dem Punkt wo ich nichts mehr - garnichts mehr - zu verlieren habe. Bin IM ARSCH. Uwe wirds büssen. Für Euch. Und er wirds bringen. Für mich! Mittwoch, 26. November 2008Piraten
Ihr Piraten,
in meiner Kindheit wart ihr heimliche Helden. Euer Mut, fremde Schiffe zu kapern, fremdes Eigentum an euch zu reißen, ließ mich erschaudern und doch zu euch aufblicken: Mut war es, der euch auszeichnete. Heute tragt ihr alte Raketenwerfer russischer Bauart. Eure Visagen sind verzerrt, ihr kaut grünes Khat, die Droge der afrikanischen Bauern. Ein junger Afro-Rüpel bot mir eines Tages, nach einer erschöpfenden Safari, bei der ich eine Antilope über Stunden mit dem Jeep verfolgt hatte, ein Büschel des grünen Krauts an. Im Glauben, es handle sich um Zitronengras, gab ich dem Knaben zum Handel eine Glasperle und ließ mir das Teufelskraut von meinem Zimmermädchen aufbrühen. Beißend zog der dichte Dampf an die Decke, wo ihn der große Ventilator nur wenig zerschnitt. Ich lehnte mich zurück, blätterte an die Stelle in Ernst Jüngers Biographie, an der der junge Heidelberger an die Front bei Champagne gebracht wird, glutäugig, begierig, in den Krieg zu ziehen. Genüsslich schlürfte ich von dem vermeintlichen Tee. Plötzlich erschien mir zwischen den Buchstaben, als habe man sie dort aufgedruckt, eine fette Schmeißfliege. Ich wischte mit der Hand nach ihr, doch sie blieb sitzen. Ich schlug die Seite um - Jünger im Grabenkampf mit den Franzosen - und erblickte erneut den dicken Brummer. Die garstige Fliege saß auf jeder Seite, die ich aufblätterte. Ich legte das Buch zur Seite und sah gen Ventilator. Auf den Rotorenblättern, feist und genährt, saß die Fliege. Ich war beunruhigt, erhob mich und rief das Zimmermädchen. Sie trat ein, lächelte mich an - und auf ihrer Stirn saß eine Fliege. Ich schlug ihr nach dem Kopfe. Die Fliege blieb. Ich begann zu verstehen: Die Fliege musste in meinem Auge nisten. Ich rannte ans Waschbecken, um mir rasch die Augen auszuwaschen. Doch umsonst: Als ich mich im Spiegel besah, saß das Insekt bereits darauf. Ich war ratlos, wurde hastig; sollte sich die Fliege etwa in meinem Kopf breit gemacht haben? Und wie war sie dort hinein gelangt? Ratlos bettete ich mich, um der Fliege zu entfliehen. Doch in meinen Träumen verfolgte sie mich, behauptete, meine Mutter zu sein, soff von meinem Blut und nährte sich von meinem Haar. Als ich aufwachte, war sie verschwunden. Der Becher mit dem kalten Khat-Getränk stand noch auf dem Tisch. Ich verstand. Jedes Schiff, dass Ihr, Piraten, kapert, kann auch eine Fliege sein. Ihr seid nicht mehr meine Helden, ihr seid irre. Möget Ihr an dem grünen Kraut verrecken! Alexander von Eich Dienstag, 18. November 2008Rules of Attraction
Mein neues Gefühl zu Uwe: Er ist dem Untergang geweiht. Ohne mich wird er in der Versenkung verschwinden, niemand wird sich für ihn interessieren. Er stinkt, ist faul und hat einen unfassbaren Dachschaden. Und sein Vater ein Dachdecker? Ein Witz! Nachdem Uwe mich küssen wollte habe ich seinen sexuellen Notstand begriffen. Er braucht tatsächlich einfach Sex. Er bekommt eine Erektion, wenn ich ihn zum Gruss umarme. Nicht weil er auf mich steht, sondern weil er sich nach körperlicher Nähe sehnt. Das ganze ist so kompliziert - mit Frauen, die Uwe für Männer hält, und Frauen, die Uwe am liebsten gefesselt befummeln möchte, dass man sagen müsste: Brich die Doku ab! Ausgeschlossen. Leider. Ich bin total verschuldet, mein Programmchef ist vollkommen entsetzt - O-Ton: Von der grössten Kacke, die er je gesehen hat - ok, ich schlucke erstmal. Sehe klar: Uwe ist meine einzige Chance, wieder zu Ansehen und Geld zu kommen. ER MUSS JETZT einfach knallermässig abgehen und sich zu nem TopTopTop- Typen entwickeln, der die Frauen um den Finger wickelt mit seiner verkackten Art. Das muss möglich sein. Die triple A- Sau steckt in ihm, er soll sie jetzt rauslassen - sonst gehen wir beide unter. Ich verliere die Geduld! Nein, ich muss Ruhe bewahren. Uwe braucht Profihilfe!
Montag, 10. November 2008Andrea Ypsilanti
"Yps", das war mir schon bekannt, lange bevor Ihr rötlicher Schopf auftauchte mit den langen, wässrigglatten Haaren, die sich so kaskadisch über Ihre Stirn stürzen. Ein Humorblatt unterster Güte, aber da ich jedes verfügbare Presseorgan zur Kenntnis nehme, das in Deutschland gemeldet ist, lies ich mir auch dieses eines Tages in den Salon bringen. "Yps", so titelte das bunte Journal, "die Urzeit-Krebse."
Nun sind Sie in besonderer Weise vergleichbar mit einem Urzeit-Krebs bärtiger Natur, Trotzki nämlich, der Passfälscher, Volkskommissar, Umstürzler, Verlierer. Wie Sie trug er einen Schnäuzer, wie Sie verfocht er einen radikalen Kommunismus, gaffte gierig durch seinen Zwickel auf die mitteleuropäischen aristokratischen Errungenschaften und schwor sich heimlich, selbst der König unter den Bauern zu werden, Ludwig unter den Bauern, ein vermeintlich gewiefter Koch der roten Grütze. Ich befahl einem Pagen, die dem Klatschblatt beigelegten Erbgut-Einheiten der Krebse nach den in "Yps" aufgeführten Regularien aufzuziehen, zu hegen und zu pflegen. Krebse, das ist Ihnen bekannt, gehen im Schleichgang rückwärts. Rot bepanzert, träge und leise durchwühlen sie Sände und Schlämme nach Nahrung. Wie Sie. Ihr Schlamm, Ypsilanti, war der Nassauer Grund, das schöne Hessenland, dessen Umformung zur sozialistischen Einheit ihr Ziel war. Ihre Nahrung: Die Schlösser und Autobahnen, die Firmen und Flughäfen, die Sie vertilgen und zermalmen wollten. Nur geht ein Krebs eben rückwärts. Die meinen gingen freilich überhaupt nicht. Obwohl ich sie, wie in der Brutphase von z.B. Menschen empfohlen, mit klassischer Musik beschallte, ihnen über Kanülen eiweißreichen Dotter einflößte und meinen Pagen anhielt, jede Bewegung zu protokollieren, blieben sie regungslos und fristeten Ihr Dasein in einer Art stummem Koma. Der zartrosa Panzer der Krebse und Ihr Gesichtsteint, der überschaubare Intellekt und insbesondere die Überlebensfähigkeit verbindet Sie mit den Geschöpfen, die ich in der Yps-Publikation vorfand. Eines Morgens rief mich mein Page: "Herr, Herr, Sie haben das Laufen gelernt." Ich eilte zum Ort des Geschehens, doch als ich die Türschwelle betrat, knirschte es einmal grauenhaft, ich sah zu Boden und fand die zwei Gesellen von meinen Fußsohlen zerquetscht. Ihr Schicksal war es, rückwärts ins Verderben zu kriechen. Das Knirschen bei ihrem Ableben war das einzige Geräusch, dass sie je von sich gegeben haben. Dieses Knirschen, Ypsilanti, kann man nun hören, wenn Wetzlar bis Darmstadt, über Nassaus sanfte Hügel, es ist Ihr Knirschen. Gute Besserung, Alexander von Eich Montag, 27. Oktober 2008Drahtseilakt
Etwas ist passiert. Gerissen. Habe Ekelgefühle Uwe gegenüber. Ich will nichts vorwegnehmen. Etwas ist anders seit dem Drahtseilakt Dreh. Bin Uwe zu nah gekommen. Das ist wahrscheinlich der Grund für alles, glaube ich. Es fing schon ein wenig störrisch an, aber der dumme Geissbock ist ein fauler Schisser. Habe schwerlich noch Respekt vor ihm. Das scheint ihm nur umso mehr zu gefallen. Ein Teufelskreis. Eine Spirale in den Tod wollt ich schon schreiben. Bin total durch. Habe vorhin Zahlen bekommen vom Kostenstand . Es ist mehr als erschütternd. Habe kein Geld mehr. Wenn ich könnte ich würde kotzen
Donnerstag, 23. Oktober 2008Josef Ackermann
Herr Ackermann,
Sie Gespenst! Ich habe Sie gesehen, Sie stiegen in einen dunklen Wagen, ich vertrieb mir die Zeit mit einem Gang durch das Regierungsviertel, bespruckte gerade innerlich Politiker, als ich Ihre Visage sah... Fast schien es mir, als hätten unsere Blicke sich getroffen, in der Luft, ringend sich zu Boden geworfen und aufeinander eingehauen, Blicke zweier, die einmal Freunde waren! Ängstigen Sie sich vor mir? Befürchten Sie meine Rache? Ja, ich habe es noch gut vor Augen: Gemeinsam saßen wir im Lorenz Adlon und verkosteten das Menu Degustation. Sie waren nicht einverstanden mit den Wachtelherzen; ich musste Sie beruhigen, denoch traten Sie nah dem Personal, gemeinsam verwünschten wir den Garcon - möge er in seinem eigenen Jus verenden! Dann eröffneten Sie mir mit ihrem weichen schweizer Totengräberlächeln das Geschäft: Ein Fondspaket von überragenden Gewinnmöglichkeiten. Eine todsichere Bank, sagten Sie, und im Geiste sah ich Sie das V-Zeichen in die Luft werfen, ihr Gewinnnerlächeln bestrahlte fast den Pariser Platz. Ich sah zur Flagge an der US-Botschaft und war mir sicher: Wieder hat dir Joseph einen guten Handel vermittelt. Als der Käse kam, war unser Handel vollzogen: Eine junge Ziege und einen rauhen Barolo darauf. Wir würden gemeinsam in den spanischen Immobilienmarkt investieren. In Hotels am Strand. Wie voller Freude galoppierte die junge Ziege auf dem Barolo in meinen Rachen. Als mich in der vergangenen Woche ein junger Mann anrief (ich verstand seinen Namen nicht), schliff ich gerade meinem neugeborenen Saluki "Wilhelm II." die Pfote, damit er sich nicht verletze. Das Gespräch war kurz und endete schroff. Der junge Mann erläuterte mir, dass die Häuser, in die ich investiert hatte, nichts wert sein. Keinen Gulden mehr. Sie würden Anfang nächster Woche gesprengt. Wenn ich wollte, sollte ich rasch noch anreisen, um ein paar Lampen oder billige Schafsfelle aus dem Haus abzustauben. Mein Fondswert jedoch, so der Knabe frei, sei auf 0 korrigiert worden. Sie werden, in Zukunft, Ackermann, nur noch von meinem Anwalt hören. Unversöhnlich: Alexander von Eich Dienstag, 14. Oktober 2008ulmen.tv mit neuer Taktung: Jede Woche 3 Clips
ulmen.tv taktet seine Videos neu und veröffentlicht 3 Clips pro Woche. Wie immer lohnt es sich, täglich vorbeizuschauen:
Neue Briefe von Alexander von Eich, Wortmeldungen von Knut Hansen, furiose Blog-Einträge von Uwe Wöllner und dem sadistischen Reporter Gero Schorch verkürzen die Zeit zwischen zwei Videos. Wöllner: "Aller guten Dinge sind drei, wie zum Beispiel drei Musketiere, die fantastischen 3, Barbra Dreisand oder Tick, Trick und Track." Die drei wichtigsten Tage der Woche sind jetzt Montag - mit Knut Hansen, Mittwoch - mit Alexander von Eich - und der "Höhepunkt der Woche" (Uwe Wöllner) am Freitag - mit Uwe Wöllner. Montag, 13. Oktober 2008Jürgen Klinsmann
Herr Klinsmann,
liebt mich, sagt mir Ihr Lächeln, liebt mich ihr, Massen und seid umschlungen. Ich bin doch nur der Bäckerssohn. Ja, Sie sind Bäckerssohn mit güldnem Schopf, ein Knilch mit warmen Wangen wie reife Früchte und kleinen kullernden Augen. Und doch haben Sie es weiter gebracht, als es Ihnen guttut. Sie sind ein Senfkopf. Oft ist das eine Crux mit den Sportlern, Gladiatoren: Die Massen lieben Sie für die Ausübung eines stupiden Sports - nicht aber für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Nicht umsonst haben Sie ihre Kindheit mit einem Lederball auf Gras verbracht statt mit einem Lederband von Goethe. Mit wehendem Haar rüpelten Sie durch die Stadien, warfen Kussmünder in die stinkenden Dampfwolken der Kurven. Nach Kalifornien verschlug es sie - dort lernten Sie das Leben des amerikanischen Geldproletariates kennen: Film-Mimen, Sportler, erfolgreiche Halb-Chinesen, Scientology. Das betörte Sie: Dem Geruch frischer Brötchen wich der berauschende Gestank indischen Patschulis. Ihre Wohnung richteten sie nach den Maßstäben das Falun Gong aus. Sie fuhren mit dem Rad, lernten neue Ertüchtigungsmethoden kennen von quacksalbenden Negern. Sie glaubten, die Welt zu kennen, sie lenken zu können, zogen wir Marco Polo aus - der Gewürze brachte - und brachten Götzenfiguren, brachten das Geschwafel von der Individualität eines jeden Fußballspielers und wollten die Hierarchie abschaffen; grinsten sich wie ein Mond durch den Sommer - und scheiterten. Nun sind Sie, wie man mir sagte, mit ihrer Mannschaft abgestiegen - ich ahnte es. Denn Nordamerika mit seinen Verheißungen hat aus Ihnen einen geistigen Krüppel gemacht. Fragen Sie sich doch einmal, warum das älteste Gebäude der USA aus dem 18. Jahrhundert stammt. Man kann vergessen, wie ein Brötchen gebacken wird. Aber man möge nie vergessen, dass es ein Brötchen ist. Und nicht etwa ein Buch. Es grüßt Alexander von Eich PS: "Sommermärchen", Herr Klinsmann, ist eine Verballhornung des satirischen Versepos "Deutschland - ein Wintermärchen". Es wurde am 4. Oktober 1844 in Preußen verboten und gegen Heine ein Hafbefehl ausgeprochen. Zurecht. Dienstag, 7. Oktober 2008Die Berufsberatung
In Uwe entsteht ein Gefühl für seine zukünftigen Fans!
Ewiger Streit um die ANMODERATION. Uwe versteht nicht, warum er in die Kamera sagen muss, wo er ist und warum. Er muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Leute ihm zusehen bei dem was er tut - und zwar nicht in dem Moment wo wir drehen, sondern später. Habe ihm erklärt, dass ein in die Kamera gesprochenes JETZT irgendwann später eine gesendetes JETZT ist. Daraufhin hat er ein so doofes Gesicht gemacht, dass unsere Kameraleute eine halbe Stunde nicht mehr drehen konnten. Stelle fest, dass unmöglich ist, Uwes Charakter in all seiner Abgründigkeit zu zeigen. Nach dem BIZ-Dreh verlangte Uwe, irgendwelche Frauen im Schritt zu berühren, weil er nicht glauben konnte, dass dort, bei diesen Frauen KEIN PENIS ist, sie also keine Männer sondern eben Frauen sind! Alle waren überfordert von diesem Exzess an Blindheit. Habe im Internet keine Definition dieser spezifischen Krankheit gefunden. Geschlechtsblindheit? Habe dem Team verboten, Uwe MONGOSPAST zu nennen. Das Wort wird ihm nicht gerecht. Er ist doch gerade erst im Begriff zu erwachen. Glaube fest an ihn.
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